Ein Porträt entsteht

Ausgangsfoto:

Ein detailreiches Foto bildet den Ausgangspunkt. Ideal sind kontrastreiche Aufnahmen, die das zu porträtierende Gesicht durch Schatten und Lichter modellieren. Bei Auftragsporträts erbitte ich mir, falls dies möglich ist- weitere Nahaufnahmen von einzelnen Gesichtspartien, wie Augen, Mund und Nasenpartie zu zusenden. In diesem Fall musste ich mich leider mit diesem einem Foto begnügen.
 
Im weiteren Arbeitsprozess fertige ich verschiedene Skizzen und Studien an, um mich mit den Proportionen vertraut zu machen.
 
 

 

Vorstudie „alla prima“

Ich beginne meistens mich mit einer schnellen Farbskizze in alla prima Technik mit dem Gesicht zu befassen. Daraus lerne ich die Passagen kennen, die mir beim Betrachten noch nicht in der richtigen Proportion erscheinen. Auch über die Platzierung und Intensität der Schattenpartien erhalte ich hierbei schon erste Informationen.
 
Es geht weiter mit einer Bleistiftzeichnung.
 
 

Bleistiftzeichnung

Mit der Zeichnung werden die Größe und die relative Lage der einzelnen Gesichtsteile und Schattenpartien festgelegt. Die korrekten proportionalen Verhältnisse entscheiden am Ende über den Grad der Ähnlichkeit. Farben spielen hierbei eine untergeordnete Rolle (vergleiche hierzu mein expressives Selbstporträt). Die Bleistiftzeichnung ist später die Grundlage für die Vorzeichnung auf der Leinwand.
 
Selbstportraät expressiv

 

 

 

Es folgten noch 2 malerische Vorstudien in Acryl und Tusche mit wenig Farbigkeit. Die Tuscharbeit kann hinsichtlich der Qualität als eigenständiges Werk stehen, deshalb auch die Signatur.

Die Umsetzung auf die Leinwand

Als erster Schritt wird die Bleistiftzeichnung auf die Leinwand übertragen. Darauf aufbauend erfolgt der Farbaufbau in mehreren Schritten. Je nach Qualitätsanforderung kann das bis zu 10 und mehr Überarbeitungen bedeuten. Bei diesem Porträt begnügte ich mich mit 3 Überarbeitungen (alles eine Frage des Preises!).

Das fertige Werk

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